Erfahrungsberichte

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Sophia Niedermeier

Mein Weg zu WEIL begann bereits mit dem Bewerbungsgespräch für die Anwaltsstation. Obwohl ich damals noch unsicher war, ob Corporate-M&A oder Litigation besser zu mir passen würde, durfte ich direkt mit beiden Teams sprechen – ein erster Hinweis darauf, wie offen und unterstützend die Atmosphäre hier ist. Schon in diesem Gespräch habe ich mich ausgesprochen wohlgefühlt, und kurz darauf erhielt ich die Zusage für den Start meiner Anwaltsstation im Oktober 2024 im Münchener Corporate-M&A-Team.

Von meinem ersten Tag an wurde ich herzlich aufgenommen. Beim Team Lunch lernte ich die Kolleginnen und Kollegen kennen, die sich von Beginn an viel Zeit nahmen, mir die Hintergründe der Mandate zu erklären und mich aktiv einzubinden. Diese Offenheit und Hilfsbereitschaft haben meinen Einstieg enorm erleichtert.

Während der Anwaltsstation ergab sich die Möglichkeit, meine Wahlstation im Londoner Büro zu absolvieren. Angelehnt an das dortige Legal‑Trainee‑Programm durfte ich in drei Monaten drei verschiedene Teams durchlaufen: Corporate-M&A, Litigation und Finance. Ich unterstützte unter anderem bei einer Due Diligence, arbeitete an einem Pro‑Bono‑Mandat mit und nahm an zahlreichen internen Schulungen teil. Auch außerhalb der Arbeitszeit wurde ich herzlich integriert – gleich in meiner ersten Woche fand das Sommerfest statt, bei dem ich sofort Anschluss fand. Die angenehme Arbeitszeit ließ zudem genug Raum, London zu erkunden. Das Büro liegt mitten in Central London und ist damit der perfekte Ausgangspunkt. Besonders der Blick vom Primrose Hill wurde schnell zu meinem Lieblingsort, und die vielen Pubs, Cafés, Märkte und Vintage‑Shops boten eine willkommene Ablenkung während der Wartezeit auf die Ergebnisse des Zweiten Staatsexamens.

Die drei Monate vergingen wie im Flug, und zurück in Deutschland folgten Notenbekanntgabe, Vorbereitung auf die mündliche Prüfung – und schließlich mein Berufseinstieg Anfang Februar 2026 als Associate im Corporate‑M&A‑Team in München. Da ich hier bereits meine Anwaltsstation absolviert hatte, fühlte es sich ein wenig wie „nach Hause kommen“ an. Innerhalb kürzester Zeit wurde ich erneut als vollwertiges Teammitglied aufgenommen.

Auch heute erlebe ich täglich, wie sehr Kollegialität und Wissensaustausch hier gelebt werden. Die Türen stehen immer offen, und selbst in arbeitsintensiven Phasen nimmt sich jeder Zeit, Fragen zu beantworten und Zusammenhänge zu erklären.


"Dieses Umfeld macht es leicht, als Berufseinsteigerin schnell dazuzulernen und Verantwortung zu übernehmen."

Rückblickend war der Weg vom ersten Bewerbungsgespräch über die Stationen in München und London bis zum Berufseinstieg nicht nur fachlich prägend, sondern auch persönlich bereichernd. Ich bin dankbar, Teil dieses Teams zu sein und freue mich auf alles, was noch kommt.

 

Carina Sohn

Carina Sohn, seit 2020 Associate in der Complex Commercial Litigation Praxis in Frankfurt am Main, hat ihr Staatsexamen 2016 an der Humboldt-Universität in Berlin abgelegt und im Anschluss ein LL.M.-Studium an der Cornell University in den USA absolviert. Über ein Austauschprogramm der Humboldt Universität kam sie nach New York. „Das war mein Sechser im Lotto, dieses Stipendium bekommen zu haben.“ Was ihr außer dem Titel und Freunden aus aller Welt bleibt: Erinnerungen an den feierlichen Abschluss 2017, mit Talar und Hüten. „Die Amerikaner verstehen es, Erfolge zu feiern“, schwärmt sie. Und dann war da noch dieser bekannte Jurist, der die Abschlussrede gehalten hat: Joe Biden.

Warum Jura? Sie argumentiert gerne. Und sie zeichnet aus, was es spätestens für den Einstieg als Associate in der Großkanzlei dringend braucht: Selbstmotivation, um immer wieder auch schwierige, komplexe Sachverhalte im Detail zu durchdringen. Durchhaltevermögen, weil Recherchen, Schriftwechsel und Verfahren sich hinziehen können. Schließlich Teamfähigkeit, weil man sich auf die anderen verlassen können muss.

Eine Karriere in der Großkanzlei fand Carina bald attraktiver als die Tätigkeit als Richterin. Sie schlägt sich lieber klar auf eine Seite. Für Weil hat sie sich wegen des sympathischen Teams entschieden. Sie hatte den Vergleich. „Großkanzlei mit Boutique-Charakter“, das trifft es gut, ist Carina überzeugt.


Carina quote

Auch fachlich fühlt sie sich gut aufgehoben. Weil deckt Litigation, Restrukturierung, Corporate und Tax ab, wie alle Großkanzleien, doch Carina schätzt die weit gefächerten Mandate, darunter Banking, post M&A oder Compliance. Zig Herausforderungen gleich zum Einstieg.

In der Praxisgruppe Complex Commercial Litigation bearbeitet Carina alle komplexen Streitigkeiten, die Unternehmen untereinander austragen. Wollen wir klagen? Oder wenn wir verklagt werden, wie gehen wir ran? Es geht um enorme Streitwerte, oft noch mit einem Auslandsbezug: eine intellektuelle Herausforderung, sich tief einzugraben, um für die Mandanten das Beste herauszuholen. Besonders gerne recherchiert sie investigativ, etwa bei Wirtschaftskriminalität. Zuletzt hat sie hunderte Mails durchgearbeitet, da jemand seinen Arbeitgeber durch Überweisungen an Scheinfirmen um Millionen betrogen hatte. „Ein super Gefühl, wenn du dann die eine Mail findest, auf die es vor Gericht ankommt, die smoking gun.“

Als Ausgleich neben der Arbeit nutzt Carina unter anderem ein Sportangebot von Weil: das wöchentliche Lauftraining mit Lothar Leder. Eine Stunde Joggen, gemeinsam mit den Kolleg*innen. Mitten in Mainhattan.

Die ersten 100 Tage
Karriere bei Weil